Der Großtagebau Espenhain
                  Wir für unsere Kohle

         Ohne Herkunft - Keine Zukunft

Glück Auf Kameraden, Glück Auf!  Und munter zur Arbeit geschritten!   Es fahr der Träge nur wieder hinauf, nur der Rüstige wird hier gelitten; Nur wer Schlegel und Eisen mit Ehren führt, ist es wert, dass er unsere Kameradschaft ziert! 


Glück Auf           


In unserer Zeit, in der die Gewinnung und Verbrennung unseres letzten, in Größenordnungen vorhandenen, Bodenschatzes – Braunkohle – derart in Verruf gekommen ist, muss ganz einfach die Geschichte dazu ins Gedächtnis gerufen werden. Stahl und Kohle haben in Deutschland den Aufstieg in die erste Wirtschaftsliga erst ermöglicht. Generationen Licht, Wärme und Sicherheit gegeben. Stahl wird in Deutschland nur in geringen Mengen hergestellt, der Steinkohlenbergbau endete 2018. Nun also ist die Braunkohle an der Reihe. Derzeitige Hysterie und Rechthaberei vernebeln den Blick.

Verstehen wir uns nicht falsch, kein Kumpel ist glücklich darüber, dass die Braunkohle „nur“ verbrannt wird. Braunkohle kann mehr!

Veredelt bietet sie einen guten Ersatz für Erdöl. Was wiederum die Importabhängigkeit Deutschlands verringern würde. Auch entsprechend verarbeitet bietet sie Einsatzmöglichkeiten in der Gärtnerei und Landwirtschaft. Im Montanwerk Amsdorf werden u.a. aus Braunkohle weltweit gefragte Wachse hergestellt.

Und keiner will noch zig Orte umsiedeln! Richtig gehändelt bietet die Braunkohle auch weiterhin Sicherheit, Arbeitsplätze und Innovationen.

Fahren wir also mal die Emotionen zurück, betrachten uns die großartigen Leistungen der Braunkohlekumpel, schauen über Reviergrenzen und bewahren ganz einfach ein Stück deutscher Industriegeschichte. Denn, was nicht bewahrt wird, gerät leicht in Vergessenheit!

Angefangen von der Planungsphase 1936 bis zum Beginn seiner Stilllegung war der Tagebau Espenhain der wichtigste Tagebau seiner jeweiligen Eigentümer. Angefangen mit der ASW, geendet im BKK Bitterfeld setzten seine Bergleute Maßstäbe, die auch über die Markscheide des Tagebaues hinaus wirkten. 

Begonnen hat diese Entwicklung in der Aktiengesellschaft Sächsische Werke, auch deren Geschichte soll hier erzählt werden.

Das wichtigste und bestimmende Großgerät des Tagebaues Espenhain war die Abraumförderbrücke, die bis zum 15.12.1972 die größte ihrer Art war, lesen Sie unter welchen schwierigen Bedingungen sie erbaut wurde. 

Diese stolze Entwicklung soll diese Website in Wort und Bild aufzeigen und den Bergleuten des Tagebaues Espenhain zur Erinnerung gewidmet sein.

Die Dokumente sind Originaldokumente aus den sächsischen Archiven, das Bildmaterial stammt aus der Neuseensammlung  im soziokulturellen Zentrum KuHstall e. V. Großpösna, dem TAKRAF Archiv Lauchhammer sowie Privatpersonen. Im zeitlichen Abstand werden die Dokumente und Bilder wechseln. Geplant ist eine illustrierte Zeitreise zu präsentieren. Eine Auflistung der Quellen sehen Sie links in einem eigenen Fenster. 


                             Hinweis:

Alle Daten wurden sorgfältig recherchiert, es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da auf Grund der Kriegsereignisse viele Daten und Unterlagen verloren gegangen sind, desgleichen zur Wendezeit. Einige Berichte von Zeitzeugen geben zu selben Ereignissen unterschiedliche Werte und Angaben bzw. Eindrücke wieder. Beispiel hierfür, der Beginn der Förderung aus dem Oberflöz.

Angegebene Orte, Zahlenangaben,  Betriebszeiten der Großgeräte und Fördermengen können abweichen, da auch hier z. T. unterschiedliche Angaben existieren.

Diese Dokumentation wird ständig erweitert, zur Klärung der tatsächlichen Ereignisse wird weitere Recherchearbeit vonnöten sein.  

Über weiteres Material in Wort und Bild würde ich mich sehr freuen und gern einarbeiten.

Ich wünsche allen Freunden des Bergbaues und sächsischer Industriekultur und darüber hinaus nun recht viel Freude beim Lesen und Betrachten und bedanke mich bei allen, die mich mit Dokumenten, Fotomaterial und persönlichen Erinnerungen unterstützt haben.

                             

         

Thomas Schmidt